Erntedankfest in Everloh

Hunderte Gäste feiern das Erntedankfest auf Hof Reverey in Everloh, das der Tennis-Club ausgerichtet hat

Schwer zu tragen hatten Horst Herde und Rudolf Schmidale vom Tennisclub Everloh (TC). Gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Jürgen Ermerling übergaben sie beim traditionellen Erntedankfest als Dankeschön die mehr als 30 Kilogramm schwere Erntekrone an die Gastgeber Tanja und Heiko Reverey. Das Fest auf dem Hof des Paares war den ganzen Tag lang gut besucht. Schon zum Gottesdienst mit der neuen Pastorin Laura Wolkenhauer in der herbstlich geschmückten Scheune kamen rund 200 Besucher und Besucherinnen.

Zum Auftakt der Messfeier mit Abendmahl hatte Wilhelm Trümner vom Everloher Kapellenvorstand an die lange Tradition des Erntedankfestes erinnert. Die große Besucheranzahl zeige, welchen Stellenwert dieses traditionelle und eigentlich bäuerliche Fest bei den Menschen in einer dörflich geprägten Gemeinschaft habe. „Es zeigt aber auch, dass wir uns in dieser so modernen Zeit immer wieder darauf besinnen müssen, wo die Grundlagen unserer Existenz eigentlich liegen und wie sie erzeugt und geschaffen werden“, sagte er. Er dankte den Everlohern und Everloherinnen für die Erntegaben und den Kindern, die sie eingesammelt haben. „Diese Gaben gehen an die Gehrdener Tafel. Dort werden sie gebraucht und erfüllen einen guten Zweck“, so Trümner weiter.

Auch Wolkenhauer freute sich über die zahlreichen Gäste. „Es ist schön, dass so viele nicht nur aus Everloh, sondern auch aus den Nachbarorten der Einladung gefolgt sind“, sagte die Pastorin, die ihren Dienst Anfang Juli angetreten hat. Sie sei glücklich und zufrieden, dass sie sehr gut aufgenommen worden sei. „Die Menschen hier bringen mir so viel Wärme und Herzlichkeit entgegen“, erzählte sie strahlend.

Viel Programm auf Hof Reverey

Bis zum Abend konnten die jungen und die älteren Besucher das abwechslungsreiche Programm auf dem Hof der Familie Reverey genießen. Neben der musikalischen Begleitung von der Ottomar-von-Reden-Kapelle erfreuten sich die Gäste auch an mehreren Vorführungen der Tennisschule Gorovits. Dabei bewiesen die jüngsten Mitglieder des Tennisvereins unter Anleitung ihrer Trainerin Marianna Gorovits ihr Können.

Richtig austoben konnten sich die Mädchen und Jungen außerdem auf der Hüpfburg. Wer wollte, konnte einem Drechsler bei seiner Arbeit zuschauen. Honig aus der Berg-Feld-Imkerei Everloh sowie verschiedene Gewürzmischungen am Stand von Silke Bieber aus Lenthe rundeten das Angebot ab.Frisch gebundene Blumensträuße gab es beim Landfrauenverein Gehrden-Ronnenberg-Hemmingen-Wennigsen gegen eine Spende von 5 Euro aufwärts zu erwerben. Der Erlös fließt in den Fuchsbau Barsinghausen.

Beim Essen war das Angebot groß: Es gab 38 Torten sowie Erbseneintopf und herzhafte Leckereien vom Grill. Bier vom Fass, Weiß- und Rotwein sowie alkoholfreie Getränke fanden bei den spätsommerlichen Temperaturen reißenden Absatz.

Dieser Rahmen wurde ausgefüllt durch sehr viele kurzweiligge Gespräche, die bis in den frühen Abend anhielten.

Erneut eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung im Herzen von Everloh!

Städtefahrt 2023 nach Schwerin

Auch im Jahr 2023 blieben die Mitglieder des TC Everloh ihrer Tradition einer zweitägigen Städtefahrt am letzten Septemberwochenende treu und fuhren mit 30 Mitgliedern in die Haupstadt von Mecklenburg/Vorpommern (MV). Nach Duisburg im Jahr 2022 stand nun Schwerin als zweitgrößte Stadt von MV auf dem Programm.

Start war wie stets Weetzen. Von hier ging es mit dem Schienenverkehr (S-Bahn, ICE und RE) nach Schwerin. Trotz leichter Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der gebuchten Bahnverbindungen – alle Züge einschl Umsteigezeiten konnten wie geplant auf die Minute pünktlich erreicht werden!

Für die Übernachtung in Schwerin war erneut ein Intercity Hotel gebucht. Nach kurzem Weg aus dem Bahnhof in das Hotel und einchecken, schloss sich die zweistündige Stadtführung in zwei Gruppen an.

Mit beiden Stadtführern, die sich kompetent, informativ und im Vortrag sehr kurzweilig erwiesen, begaben sich die 2 Gruppen auf die Erkundung der reizvollen Stadt.

Rückblicke in die Gründungsgeschichte am Altstädtischen Markt mit Löwendenkmal (1. Stadtvater war Heinrich der Löwe), dahinter der sich majestätisch erhebene Schweriner Dom und daneben das 1351 erstmalig erwähnte Schweriner Rathaus. Das Rathaus stand immer an gleicher Stelle, obwohl es im Mittelalter innerhalb von 120 Jahren dreimal abgebrannt ist!

Der Rundgang führte vorbei am Pfaffenteich, der “kleinen Binnenalster” von Schwerin mit seiner interessanten Historie des Entstehens, über die historische und verwinkelte Altstadt mit vielen strahlend schönen Stadthäusern und fürstlichen Häuserzeilen, in denen zum Teil auch die MV Ministerien einschl. Staatskanzlei untergebracht sind, bis hin zum Schweriner Schloß.

Auf die Frage, warum Schwerin Landeshauptstadt von MV und nicht Rostock geworden ist, gibt es laut Fremdenführer eine Erklrärung. Nach der Wende gab es die entsprechende Diskussionen, die ua von einer Schweriner Straßenhändlerin (95 Jahre alt) mit einer Unterschriftensammlung (20000 Unterschriften) positiv für Schwerin beeinflusst werden konnte.

Ein besonderes und nicht eingeplantes Erlebnis war ein “venezianisches Festival”, dass in Schwerin erstmalig stattfand und für die Teilnehmer eine zusätzliche Augenweide bei der Betrachtung der durch die Altstadt laufenden themenbezogen verkleideten Teilnehmer bedeutete.

Nach sehr interessanten Informationen durch die Fremdenführer hatten die Teilnehmer noch Zeit, die eine oder andere Erkenntnis individuell zu vertiefen, bevor dann in dem ausgesuchten Speiselokal der erste Abend mit den vorbestellten Speisen seinen geselligen Abschluss fand.

Nach dem Frühstück am Sonntag, auschecken und Koffer unterstellen, ging es fußläufig zum Schweriner Schloß, wo eine Führung in 2 Gruppen organisiert worden war.

Das Schweriner Schloß als Wahrzeichen des Bundeslandes MV und seit 1990 Sitz des Landtages beinhaltet auch die erste protestantische Kirche Norddeutschlands.

Die interessante vielfältige Schloßgeschichte wurde abgerundet durch eine Blick in den Plenarsaal des Landtages. Sicherlich einer der reizvollsten in Deutschland.

Nach der fast zweistündigen Schloßführung wartete die “Weiße Flotte” auf die Teilnehmer. Eine ebenfalls gebuchte zweistündige Schiffsrundfahrt – bei sonnigem Wetter – über die vielfältigen Gewässer um den Schweriner See gaben einen weiteren und reizvollen Einblick in die ansprechende Umgebung von Schwerin.

Nach diesen Programmpunkten ging es zurück zum Hotel. Koffer holen und den Bahnhof aufsuchen. Auch die Rückfahrt von Schwerin mit Umsteige in Hamburg verlief pünktlich und ohne Störungen!

Positive Feststellung: es geht doch!!!

Fazit: Städtefahrten lohnen sich immer. Auch in diesem Jahr waren die Eindrücke von einer Stadt, die die meisten Teilnehmer nur vom Namen kannten, überwältigend mit der Feststellung Vieler- da fahren wir noch einmal hin!